Die Lath – Familien im Riesengebirge

Letzte Aktualisierung: 22.08.2017

Die Lath – Familien im böhmischen Riesengebirge

1643Kleinaupa Das höchstgelegene Dorf Böhmens unter der Schneekoppe - Überliefertes und Erlebtes

Ab dem Jahr 1643 kann der Name Lath bzw. Lathe in der Gemeinde Kleinaupa im Riesengebirge nachgewiesen werden. Die Familie ist auch Namensgeber für einen Ortsteil der Gemeinde, das Latental (Latovo údolí).

Im Jahre 1785 waren von 11 Gebäuden die Nr. 1, 2 und 3 in Besitz von Leuten mit dem Namen Lath (Lathe)„.  (B. Köstler: Das höchstgelegene Dorf Böhmens unter der Schneekoppe – Überliefertes und Erlebtes , S. 40)

1644

In einer Liste der „Baudner, so in gemeinen kaiserlichen reservierten Wäldern sich befinden“ vom 16. August 1644 findet sich der Name Georg Lath als Bewohner des Gebiets der Gemeine Kleinaupa. Leider fehlt mir seine Anbindung an meinen direkten Stammbaum.

 

ca. 1687

Der Stammbaum meiner direkten Vorfahren, eine der Stammbaum-Zeichnungen des Pfarrers Alois Krsek aus Kleinaupa, beginnt mit Hans Gottfried Lath.

Der Geistliche erstellte diese farbigen Zeichnungen um trotz der häufigen Namengleichheit im Dorf den Überblick nicht zu verlieren. Die erhaltene Mappe mit Stammbäumen liegt heute im Archiv von Trautenau (vgl. “ Das Kleinaupaer Stammbaumbuch zu den Familiennamen“ auf www.riesengebirgler.de).

Achtung: Dieses Datum ist noch nicht durch weitere Quellen belegt!

 

2. Juli 1787

(Johann) Josef Laad (Lath) ersteigert den Bauernhof in Mohren Nr. 24.

Eine Kopie einer alten Urkunde dazu wartet noch auf eine vollständige Transkription:

Kaufvertrag-Mohren-24

Adjudikationsurkunde
„Über das im Dorfe Mohren Nr. Conscripth 24. //
befindliche Bauergut von Joseph Laad.//
Nach dem bei der am 2ten. Juli 787 abgehaltenen//
Versteigerung Joseph Laad als meistbietender//
das in die Franz Wagnerische Konkursmasse//
gehörige Steinerbare Bauergut in der Gemeinde//
Mohren sub. Nr. Consc. 24….“

 

1789

Spätestens ab diesem Jahr ist die Familie Lath in Mohren nachweisbar. Ab diesen Jahr finden sich in den Kirchenbüchern Geburten und Todesfälle aus der Familie des Josef Lath.
Damit wird (leider) wiederlegt, was Günther Wüst in:“ Mohren – verlorene Heimat“ schreibt:

Mohren - verlorene Heimat, zur Geschichte einer ehemals deutschen Gemeinde im Riesengebirge

Mohren – verlorene Heimat

„Die Angehörigen der Familie Lath in Mohren auf den Feldgärtner Andreas Lath von Kleinaupa zurück, dessen Sohn Josef (1751-1840) nach Mohren einheiratete und den Bauernbetrieb in Nr. 24 übernahm.“
(S. 75)

Denn: die ersten zwei Ehefrauen von Johann Josef stammten wie er selbst aus Kleinaupa. Seine dritte Ehefrau Elisabeth Pieschel stammte zwar aus Mohren, die Heirat fand aber erst 1818, also über 30 Jahre später statt.

 

Mohren Nr. 24 mit seinem damaligen Bewohnern der Familie Lath

Bauernhof Lath (Mohren Nr. 24) in den 1930er Jahren


Sein Sohn Josef Lath übernahm – wie damals üblichper Kaufvertrag am 15 März 1838 – den Hof Nr. 24 von seinem Vater.

Er hatte aus zweiter Ehe mit Klara Steiner vier Söhne, von denen viele, wenn nicht fast alle alle mir bekannten Lath-Familien aus Mohren, Hermannseifen, Langenau, Schwarzental und Trautenau abstammen:

Geburt Josef Lath – Bauer in Oberlangenau
Geburt Baltasar Lath – Feldgärtner in Mohren Nr. 7
Geburt Florian Lath – Bauer in Mohren Nr. 24
Geburt Johann Lath – Bäcker und Feldgärtner in Mohren Nr. 25

Kleine Umfrage unter meinen Lesern
Inzwischen habe ich auch Lath-Nachkommen kennen gelernt, die ben nicht von den vier Brüdern aus Mohren und ihrem Vater Josef Lath absammen. Wie ist es mit Ihnen? Sie mit bei meienr kleinen Umfrage (natürlich nicht wirklich repräsentativ)

Aus welcher Lath - Ahnenlinie stammen Sie?

View Results

Loading ... Loading ...

* Der Begriff Riesengebirge auf dieser und den folgenden Seiten bezieht sich ausschließlich auf den böhmischen Teil dieser Gebirgskette an der Grenze zwischen Tschechien und Polen. Im schlesischen Teil (heute Polen) betreibe ich keien Ahnenfroschung !